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Ionosphärische Störungen als Folge des Sonnensturms am 4. Februar 2011

 

Trotz des niedrigen Niveaus der  Sonnenaktivität können Sonnenstürme deutliche Störungen in der ionosphärischen Plasmaverteilung verursachen.





TEC TEC

Eine plötzliche Verstärkung der auf dem Sonnenwindsatelliten ACE gemessenen negativen Bz -Komponente des interplanetaren Magnetfeldes und dessen unübersehbare Fluktuationen kündigen am 4. Februar 2011 das Herannahen eines Sonnensturms an. Wie der Verlauf des Dst Index zeigt, wird diese Vermutung später durch die Verstärkung des magnetosphärischen Ringstroms in der Äquatorebene bestätigt.

 

Die mit dem Weltraumwettersturm erzeugten elektrischen Felder und thermosphärischen Winde führen zu einer merklichen Umverteilung des ionosphärischen Plasmas. Während die Karten der Gesamtionisationsdichte(Total Electron Content –TEC) am 3. Februar ein ganz normales Verhalten zeigen, verursacht der Sonnensturm am darauf folgenden Tag auf dem amerikanischen Sektor erhebliche Abweichungen von der üblichen Plasmaverteilung. Die Karten deuten auf eine Verstärkung, Verbreiterung und nordwärts gerichtete Verschiebung der Crest-Region hin. Dies führt zu einer ungewöhnlichen Erhöhung von TEC über den Vereinigten Staaten und Kanada die einem vertikalen GPS Fehler von ca. 2 m entsprechen. Kleine bis mittelskalige Plasmastörungen, die in diesen globalen Karten nicht wiedergegeben werden, können durchaus höhere Fehler verursachen.



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Movie 04Feb2011