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Kosmische Strahlung

Ähnlich wie beim terrestrischen Wetter Hochdruck- und Tiefdruckgebiete miteinander wechselwirken, entsteht auch zeitlich veränderliches Weltraumwetter - durch die in die Heliosphäre hineinströmende galaktische kosmische Strahlung, sowie durch den sich auswärtsbewegenden Sonnenwind und das interplanetare Magnetfeld.
In Erdnähe ist die Intensität der galaktischen kosmischen Strahlung im Durchschnitt 20 % geringer während des solaren Maximums verglichen mit ihrer Intensität im solaren Minimum. Galaktische kosmische Strahlung wird durch erdbodengebundene und satellitengestützte Detektoren gemessen.
Sollten deshalb bemannte Raumflüge während des solaren Aktivitätsmaximums erfolgen (wegen der geringeren Intensität der kosmischen Strahlung)? Nein, dieses wäre nur die halbe Geschichte. Denn die Risiken steigen, weil hochenergetische Teilchen von der Sonne (manchmal auch als solare kosmische Strahlung bezeichnet) infolge solarer Eruptionen öfter - wegen der erhöhter Anzahl von Eruptionen - auftreten!
Die galaktische und solare kosmische Strahlung trägt zur Strahlungsbelastung des Flugpersonals bei. Deshalb hat auch schon der Europäische Rat eine Richtlinie zum Schutz des fliegenden Personals herausgegeben (Richtlinie 96/29/Euratom).

 




Der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und kosmischer Strahlung zwischen 1950 und 2000: Die Intensität der galaktischen kosmischen Strahlung (blaue, rosa und grüne Kurve) ist maximal, wenn die solare Aktivität (Sonnenfleckenanzahl in gelb) minimal ist und umgekehrt.
Quelle: Universität Chicago


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